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Für die Auslands-Berichterstattung sucht Europa im Blick noch Autoren, die über Ereignisse außerhalb des deutschen Sprachraums berichten. Im Schwerpunkt stehen dabei vorrangig natürlich Berichte über die bei Europa im Blick im Zentrum stehenden Politikfelder, also etwa Privatisierungen, Demokratie- und Sozialabbau, Finanzmärkte, Militarisierung, Umwelt etc. Unsere LeserInnen freuen sich aber auch über Artikel abseits der ausgetretenen Pfade.
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Mit großartigem Medienspektakel endete der Gipfel der europäicshen Staats- und Regierungschefs anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der sogenannten „Römischen Verträge“, also der vertraglichen Grundlagen der Europäischen Union. Ich habe meine Zeit in Paris genutzt und mit unseren Freunden einmal angeschaut, was sich denn tatsächlich hinter der so genannten Berliner Erklärung vom Wochenende verbirgt:
Heute wurde es in den belgischen Medien veröffentlicht: die Führung des VW-Konzerns hat ihre Ziele vollständig umsetzen können. Die zunächst wohl verbleibende Belegschaft von 2.200 Beschäftigten (von ürsprünglich 5.500) hat gestern in einer Urabstimmung mit einer Mehrheit von 76% (was blieb ihnen auch anderes übrig) beschlossen, die vom Vorstand geforderten Lohnkürzungen hinzunehmen, um ihren Arbeitsplatz zu retten. Dies betrifft insbesondere folgende Punkte:
Seit der Regierungsübernahme der schwedischen Konservativen stolpert das Land von einer Unruhe in die nächste. Ich berichtete ja bereits vor zwei Wochen über die für schwedische Verhältnisse völlig untypischen Sozialproteste als Reaktion auf die angekündigten Sozialkürzungen.
Meine schwedischen Freunde haben mir hierzu nunmehr wie angekündigt einen kurzen Bericht geschickt, den ich nicht vorenthalten möchte:
> weiterVor einigen Monaten berichtete ich bereits über das das noch "ganz leise Anfahren der neoliberalen Abrissbirne", nachdem die dort frischgewählte konservative Parlamentsmehrheit ihre ersten "Reformankündigungen" machten. Ich habe den Bericht aus dem September 2006 nochmals unten angehängt. Wie ich bereits in meinem Artikel zur Lissabon-Strategie anmerkte, wird es angesichts der grundlegend abweichenden Rahmendaten in Schweden wird nochmals nur allzu deutlich, dass es bei "Sozialreformen" nicht im allergeringsten um die "Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit", die "Sicherung der Sozialsysteme" oder die Verringerung der Arbeitslosigkeit geht, sondern vor allen anderen Dingen um die Ausweitung oder doch zumindest Sicherstellung der Vermögenseinkommen.
Obwohl immer noch nicht im Amt, lässt die zukünftige schwedische Regierung nunmehr die Katze aus dem Sack und hat damit das Tempo des Sozialkahlschlags erheblich angezogen. Zur vorgestellten Reformagenda gehören unter anderem folgende Maßnahmen (Quelle):
Es gibt Begriffe, die eignen sich vorzüglich dazu, eigene Interessen zu verschleiern und diese wahlweise als „objektive Sachzwänge“ oder „Gemeininteresse“ auszugeben. Einer dieser Schleierbegriffe ist sicherlich die „nationalstaatliche Kompetenz der Mitgliedsstaaten“. Ich möchte anhand eines aktuellen Beispiel schildern, wie denn unsere Eliten über die Verwendung mediengängiger Wortstanzen wie der von der Kompetenz der Mitgliedsstaaten ihre Interessen durchsetzen.
Die europäische Kommission arbeitet seit einiger Zeit an der Erstellung eines sogenannten „Grünbuchs zum Arbeitsrecht“. Der Zweck des Grünbuchs geht aus dessen Einleitung hervor:
> weiterLiebe Leser,
wer genauer hinschaut, der konnte schon vor langem das Scheitern der sogenannten "Lissabon-Strategie" der Europäischen Union erkennen. Tatsächlich sickerte diese Erkenntnis schon vor einem Jahr bis zum deutschen EU-Industriekommissar Verheugen durch: "Ich habe nie an Lissabon geglaubt"; (frz.). Ich zitiere mal daraus:
Verheugen: Ich habe niemals an dieses Ziel geglaubt. Aber ich wäre sehr glücklich, wenn all die Maßnahmen zur Innovationsförderung, insb. die Aufbringung von 3% des BSP für die Forschung, den Trend umkehren könnten. Das ist mein Ziel. Momentant ist die Wahrheit bitter: Bezüglich Produktivität und Beschäftigung vergrößert sich der Abstand der USA.
> weiter