|
Insgesamt sollen mehr als 20 Vorschriften des Arbeitsgesetzbuches auf kleinere Betriebe keine Anwendung mehr finden. Besonders gravierend dabei ist, dass der Kündigungsschutz für Arbeitnehmer im Vorrentenalter und für Schwangere aufgehoben werden soll. Die staatliche Arbeitschutz-Behörde (PIP) soll in Zukunft in kleineren Betrieben nicht mehr selbsttätig aktiv werden können, sondern nur auf Anforderung betroffener Arbeitnehmer.
Keine Wirksamkeit soll in kleineren Betrieben auch das bisherige Verbot haben, arbeitsrechtliche Verträge in zivilrechtliche umzuwandeln. Insbesondere dieses Vorhaben wird von den grossen Gewerkschaftsverbänden OPZZ und Solidarność kritisiert. Jerzy Langer, stellvertretender Vorsitzender der Solidarność, befürchtet eine neue Welle schein-selbstständiger Beschäftigungsverhältnisse und neue Rechtsunsicherheit.
Begrüsst werden die geplanten Gesetzesänderungen von den polnischen Arbeitgeberverbänden. Sie glauben, dass mit ihnen die Bereitschaft vieler Arbeitgeber zu Neueinstellungen zunimmt.
Per email versenden...
Infoseite Polen
Weitere Artikel dieses Autors/dieser Autorin
- Osteuropa: Kapitalflucht und Börsendramatik
- EU verhindert Aufbau eigenständiger Industriepolitik in Polen
- Polnische Regierung legt Pläne zur umfänglichen Privatisierung des Gesundheitswesens vor
- Überbewertete Währung bereitet nicht nur der Eurozone sondern auch Polen Probleme
- Unrühmliche Rolle der Gewerkschaft Solidarnosc beim polnischen Bergwerkstreik
- [...]
Schlagworte
- Polen
-
Prekarisierung / Sozialabbau
- Wirtschaftskrise: Unsere Eliten führen uns wie die Lämmer zur Schlachtbank
- Sozialsystem kein Wohlstandsluxus
- Nachdem in Schweden jetzt die Katze aus dem Sack ist, gibt es jetzt dort großen Katzenjammer
- Lissabon-Strategie in der Praxis: so funktioniert die Umverteilung von unten nach oben
- EU-Kommission lädt ein zur Jubelveranstaltung für Ihr Konzept zur Einschränkung von Arbeitnehmerrechten
Realisiert mit SPIP 1.9.2c + ALTERNATIVES











