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Polnische Regierung legt Pläne zur umfänglichen Privatisierung des Gesundheitswesens vor
Montag 31. März 2008 von Infoseite Polen
Kopacz wies darauf hin, dass die Plaene bei den Beratungen des sog. Weissen Gipfels, einer Art konzertierter Aktion des Gesundheitswesens, von 75 % der Beteiligten positiv beurteilt wurden. Allerdings hatten die grossen Berufsverbände der Ärzte und sonstigen Beschäftigten fruehzeitig Bedenken angemeldet.
Die formalrechtliche Privatisierung der Krankenhäuser, von denen die meisten vorläufig aber noch im Besitz der Gebietskörperschaften bleiben, wird von der Opposition grundsätzlich mitgetragen. Im Hinblick auf die Entschuldung der Krankenhäuser sind allerdings noch viele Fragen offen.
Große Skepsis im Parlament und auch in der Gesellschaft rufen die Pläne hinsichtlich der Einfährung einer freiwilligen Zusatzversicherung hervor. Erst jetzt wurde bekannt, dass diese Zusatzversicherung in mehreren Varianten angeboten werden soll. für die höchste Versicherungsklasse wurden 500 bis 1500 Zloty (entspricht knapp 150 bis knapp 450 Euro) Monatsbeitrag genannt. Die hier Versicherten sollen Operationstermine selbsttätig wählen können, ärztliche Spezialisten konsultieren können und bekommen eine komfortable Krankenhausunterbringung garantiert. Es sollen aber auch Zusatzversicherungen mit einem Beitrag deutlich unter 100 Zloty angeboten werden. Eine Befreiung von der Beitragspflicht zur gesetzlichen Krankenversicherung ZUS ist aber für keine Gruppe vorgesehen.
Welche medizinischen Leistungen dann von den nur in der ZUS Versicherten, die sehr wahrwscheinlich weiterhin die Mehrheit der Bevölkerung stellen, überhaupt noch in Anspruch genommen werden können, - dazu wollte Gesundheitsministerin Kopacz nichts sagen.
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